Fahrerportrait: Tobias Schweinitz Über Seinen Weg Von Triumph Und Vespa Zur Maeving RM2
Tobias Schweinitz ist sein Leben lang Petrolhead gewesen. Triumph Speed Triple, eine Vespa von 1985, ein Alfa Romeo aus den Siebzigern. Dann ist er über die Maeving Website gestolpert – und hat sie noch am selben Abend bestellt.
Tobias Schweinitz ist sein Leben lang Petrolhead gewesen. Triumph Speed Triple, eine Vespa von 1985, ein Alfa Romeo aus den Siebzigern. Dann ist er über die Maeving Website gestolpert – und hat sie noch am selben Abend bestellt.
Für Tobias Schweinitz, Unternehmer aus Regensburg, war die Maeving nicht einfach ein neues Motorrad – sie war eine Erkenntnis. Der Petrolhead, der mit 18 Jahren den Motorradführerschein gemacht hat, fuhr lange Jahre Triumph Speed Triples, bevor er auf eine Blechvespa Jahrgang 1985 umstieg – bis auch die ihren Geist aufgab. Nebenbei bewegt er bis heute einen Alfa Romeo aus den Siebzigern. Als er dann über die Maeving Website stolperte, war für ihn klar: „Das ist jetzt ein Zeichen."
Tobias, wie bist du ursprünglich zum Motorradfahren gekommen?
Ich war schon immer ein totaler Petrolhead. Mit 18 habe ich zuerst den Motorradführerschein gemacht – noch bevor ich den Autoführerschein hatte. Dann habe ich mir eine Triumph Speed Triple geholt. Schöner Dreizylinder, fettes Ding. Das war mein innigster Wunsch damals.
Ich bin immer Motorrad gefahren, bis die Kinder auf die Welt gekommen sind. Vor 14 Jahren habe ich dann aufgehört und die Motorräder hergegeben – es waren immer schöne und schnelle Maschinen. Ich bin dann auf eine alte Blechvespa von 1985 umgestiegen. Die Vespa hat dann immer den Geist aufgegeben, wenn ich damit fahren wollte. Es hat mich einfach genervt. Und dann bin ich über die Maeving Website gestolpert
Wie hat dich die Maeving überzeugt?
Die Maeving war einfach toll, schön inszeniert auf der Website. Für mich war sie der Nachfolger für meine Triumph und die Vespa – klassischer Look, unkomplizierte Attitüde, aber trotzdem modern gedacht. Außerdem bin ich Großbritannien-Fan.
Gegen den Rat der Freunde – „Was willst du denn mit dem Elektrodings?" – bin ich extra nach München zur Probefahrt gefahren. Zwei Stunden Autofahrt. Als ich sie dann da stehen sah, war mir klar: „Wenn die jetzt nicht total bescheuert fährt, wird es genau mein Ding." Eben weil sie schön gemacht ist, schön verarbeitet, leicht, handlich – und einen guten, durchdachten Eindruck macht.
Du bist von der Maeving RM1S auf die RM2 gewechselt. Was hat dich dazu bewegt?
Ein Sitz war mir dann doch zu wenig. Die Kinder fahren gerne mit. Oder ich fahre mit meiner Frau an den Badesee, in den Biergarten. Das war einfach zu unpraktisch – und dann ist so ein schönes Ding in der Garage gestanden und ich bin zu wenig gefahren. Das war mir zu schade.
Beim ersten Service der RM1S hat mir dann der Service-Mitarbeiter erzählt, dass ein Zweisitzer kommen wird. Er konnte sie mir nicht zeigen, keine Fotos, nichts. Irgendwann hat er mich dann angerufen: „Jetzt ist die RM2 im Konfigurator." Und am selben Abend habe ich sie bestellt. Keine Minute nachgedacht.
Wie würdest du den Unterschied zwischen RM1S und RM2 beschreiben?
Die RM1S war ein bisschen verspielter und fühlt sich leichter an. Die RM2 empfinde ich als erwachsener und ausgereifter. Sie klappert zwar an denselben Stellen – aber leiser. Vom Fahrverhalten her finde ich die RM2 einfach erwachsener.
Erinnerst du dich an die erste Ausfahrt mit der RM2?
Bekommen habe ich sie im Januar – fast minus zwanzig Grad kalt. Am ersten April bin ich dann losgezogen. Mein Sohn, der ist 14, fand das elektrische Fahren langweilig. Ihm ist es bis heute zu leise.
Das ist so der permanente Diskurs geblieben: Ist ein elektrisches Motorrad überhaupt ein Motorrad? Für mich ist es das. Die erste Fahrt hat wieder Spaß gemacht. Durch die Stadt carven – schönes, ruhiges, cooles Fahren. Vor allem im Vergleich zu einer 40 Jahre alten, handgeschalteten Vespa.
Wie nutzt du die Maeving im Alltag?
Dieses Jahr wird die Maeving mein Daily Driver. Letztes Jahr hatte ich zwischen April und September noch meinen über 50 Jahre alten Alfa Romeo aus den Siebzigern als Alltagsfahrzeug. Dieses Jahr habe ich beschlossen: Jetzt wird's die RM2.
Ich versuche, alle regulären Strecken damit zu fahren. Es sind meistens Kurzstrecken innerhalb des Stadtgebiets, Fahrten zur Arbeit und nach Hause. Und dann am Sonntagmorgen, wenn noch kein Rennradfahrer auf der Straße ist – im Juli, August, so um sechs Uhr morgens, Richtung Osten. Die Sonne kommt gerade raus, manchmal ein bisschen Frühnebel, noch nicht heiß, sehr ruhig. Dann fahre ich zum Bäcker – nicht den nächsten, sondern den, der ungefähr dreißig Kilometer donauabwärts liegt.
Und das Schöne am leisen Fahren: Man kann aus der Garage rausschleichen und sich einfach davonmachen. Kein Mensch sagt was und keiner hört dich.
Kannst du eine Route empfehlen?
Eine Route, die ich für Testfahrten empfehle und ohnehin gerne fahre: vom Stadler donauaufwärts nach Matting. Eine ganz kleine Landstraße, die wunderschön an der Donau entlang geht, an einer alten Donaufähre vorbei und an einem Biergarten. Matting ist ein kleines Künstlerdorf – von Regensburg aus vielleicht sieben, acht Kilometer. Von dort weiter nach Bad Abbach, noch mal sieben, acht Kilometer: eine schöne kleine kurvige Straße durch Wälder und Wiesen. Da braucht man keine große Geschwindigkeit, damit es Spaß macht. Und sie eignet sich ideal für Testfahrten direkt ab dem Stadler.
Wie lädst du im Alltag?
Die Maeving lade ich wie jedes andere Gerät – als würde ich das Handy anstecken. Im Garten oder im Büro, morgens anstecken, mittags ist sie einigermaßen voll. Das geht automatisch mit, hält nicht auf und passt in meinen Rhythmus. Für längere Strecken das Ladegerät mitzunehmen, ist nicht mein Ding.
Wirst du oft auf die Maeving angesprochen?
Permanent. Viele vermuten, sie kommt aus China – weil sie die Marke nicht kennen. „Maeving" klingt nicht ganz so eindeutig britisch wie Royal Enfield oder Ähnliches. Aber wenn man sagt, sie kommt aus England – das hat dann sofort so eine Attitüde. Die Leute sind positiv überrascht.
Die häufigsten Fragen: „Wie ist die Reichweite?" und „Wie schnell geht die?" Wenn man dann sagt, 125er – manche sind enttäuscht, andere positiv überrascht, weil sie mit der Autoführerscheinerweiterung fahren können.
Ich glaube, Maeving müsste die britische Herkunft deutlich stärker spielen. Mindestens im europäischen Ausland.
Hast du schon einmal jemanden dazu gebracht, selbst eine Maeving zu fahren oder zu kaufen?
Als ich die RM1S entdeckt habe, habe ich sie meinem Geschäftspartner und guten Freund gezeigt. Der hat sich daraufhin dieselbe RM1S in derselben Konfiguration bestellt. Als ich später auf die RM2 gewechselt bin, hat er sich wieder genau dieselbe bestellt. Heute stehen die beiden Motorräder zwillingsgleich in unserer Tiefgarage. Das sieht immer ziemlich gut aus.
Demnächst mache ich eine Ausfahrt mit meinen Vespa-Freunden. Mal schauen, ob ich dort auch jemanden für eine Probefahrt begeistern kann.
Wie überzeugst du einen Verbrenner-Fahrer?
Ich sage den Benzinfahrern: Wenn ich aufhöre, Zylinder oder Hubraum zu zählen, kann ich mich darauf konzentrieren, ob mir das Fahren Spaß macht.
Ich fahre ja selbst nach wie vor Verbrenner, zum Beispiel meinen über 50 Jahre alten Alfa Romeo. Für mich hat beides seine Berechtigung. Entscheidend ist, ob das Fahrzeug Fahrspaß bringt.
Elektrisch ist einfach ein anderes Fahren – mehr ein Dahingleiten. Ein gleichmäßigeres Dahinschwingen. Das finde ich sehr schön daran.
Die Maeving ist kein Racing Bike. Wer schnell und aggressiv fahren will – Finger weg. Aber für die entspannte Ausfahrt ist sie super.
Und für jemanden, der noch nie Motorrad gefahren ist?
Bevor du dich auf so einen komischen Roller draufstellst – hol dir lieber was mit Stil und Anspruch.
SCHNELLE FRAGERUNDE
Stadtverkehr oder Landstraße?
Landstraße.
Lieber alleine oder in Gesellschaft?
Lieber alleine – aber gerne auch in der Gruppe.
Dein schönster Moment auf zwei Rädern?
Sonntagmorgen im Juli oder August, so um sechs Uhr. Die Sonne kommt raus, Frühnebel, noch nicht heiß, sehr ruhig. Und dann entscheide ich spontan, mit welchem Fahrzeug ich losfahre. Und es ist nicht immer die Maeving.
Ein Ort, an dem du unbedingt einmal fahren möchtest?
Wales. Die Küste hochfahren, Atlantik, Irische See. Die Maeving auch in ihrem natürlichen Habitat bewegen. Da passt sie auch gut hin.
Der beste Ratschlag, den du je bekommen hast?
Von meinem Vater: „Fahr nicht schneller, als du denken kannst."
Welcher Song läuft im Abspann eines Films über deine Touren?
"Parklife" von Blur. Lebendig, lustig, cooler – sehr britisch. Passt natürlich super. Und “Do I Wanna Know?” von den Arctic Monkeys.
„Bevor du dich auf so einen komischen Roller draufstellst – hol dir lieber was mit Stil und Anspruch."